Leonore Lerch

Psychotherapie Supervision Coaching

Kontemplative Psychotherapie

Chögyam Trungpa Rinpoche„Kontemplative Psychotherapie“ ist keine in Österreich anerkannte Psychotherapiemethode. Grundlage der „Kontemplativen Psychotherapie“ ist die kontemplative oder buddhistische Psychologie, die eine Verbindung zwischen westlich-humanistischer Psychologie und dem Buddhismus darstellt. „Kontemplative Psychotherapie“ versucht, die Lehren buddhistischer Traditionen im Rahmen westlich-humanistischer Psychotherapie  zu integrieren und erfahrbar zu machen.
Ein Begründer der kontemplativen Psychologie ist der tibetische Meditationsmeister und Lehrer Chögyam Trungpa, Rinpoche (1939-1987), der ein Wegbereiter bei der Etablierung des Buddhismus im Westen war. Neben Meditationszentren in Europa, USA und Kanada gründete er 1974 auch die Naropa-Universität in Boulder, Colorado, die „Kontemplative Psychotherapie“ als Masterstudium anbietet.
„Kontemplative Psychotherapie“ geht vom Konzept einer jedem Menschen innewohnenden grundlegenden geistigen Gesundheit aus, unabhängig vom momentanen Gesundheitszustand, in dem sich ein Mensch gerade befindet. Der Weg zur Entdeckung dieser ureigenen Gesundheit wird durch die Praxis der Meditation gefunden. Achtsamkeit und „Gewahrsein“ macht die innewohnende Gesundheit erfahrbar in jedem Augenblick, von Moment zu Moment. „In der kontemplativen Psychotherapie geht es darum, wie man die Gesundheit des Augenblicks berühren kann. […] Die Zuversicht in die ureigenste innewohnende Gesundheit und in die der Anderen setzt die Fähigkeit voraus, die Interpretationen der Welt beiseite zu lassen. (Melissa Moore, Naropa-Universität).“ Die Vorstellung eines konstanten, abgegrenzten, von der Welt und anderen Menschen und Wesen getrennten „Ich“ existiert nicht. „Was auch immer im Raum ist, das ist dein Geist“, formulierte Chögyam Trungpa dieses Gewahrsein als Leitsatz und spricht damit  von der Fähigkeit, allem im Raum wie dem eigenem Geist zu begegnen. Körper, Geist und Raum werden als Einheit betrachtet. Sind sie nicht im Einklang, entsteht Verwirrung und Krankheit. In diesem Raum-Gewahrsein sieht die „Kontemplative Psychotherapie“ die Grundlage für Empathie und echtes Mitgefühl im therapeutischen Kontakt und das Entstehen einer heilsamen Beziehung.
(http://www.naropa.edu/academics/graduate/psychology/macp/documents/whatiscontempsy.pdf)